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Sugar Glider sind Gruppentiere und müssen auch UNBEDINGT mindestens zu zweit gehalten werden. Werden sie dennoch alleine gehlaten, werden sie nach einigen Wochen depressiv und man kann in Foren/Gruppen viele Fälle von Selbstversümmelung/Selbstmord lesen...  :(

Schmusen/Spielen:

Sugar Glider sind nicht einfach so zahm, es sind exotische Wildtiere, wie man sie aber am Besten handzahm und "Kuschelig" bekommt, erklären wir beim Punkt Zähmen. So oder so sind es nachtaktive Tiere, die tagsüber auch in Ruhe gelassen werden müssen. Meistens sind sie wach ab 20-22Uhr und aktiv bis 6-8Uhr und dürfen auch nur dann gestreichelt und beschäftigt werden.

Versorgen & Pflegen:

Sugar Glider brauchen täglich frisches Wasser und Futter, siehe Ernährung. Dieses sollte Abends bevor sie wach werden in die Voliere gestellt werden. Wichtig ist auch, die Voliere täglich zu reinigen und monatlich den Glidern die Nagelspitzen zu schneiden, wenn sie sie sich nicht selbst wetzen. Hierbei auf keinen Fall mehr als 1mm der Spitze des Nagels abknipsen. Das Nagelschneiden ist deshalb wichtig, damit die Glider nicht irgendwo hängen bleiben.

Voliere:

Die Mindestmaße sind ein sehr umstrittenes Thema, in einigen Ländern sind sie vorgeschrieben, in Deutschland sollte sie bei 2-5 Tieren mindestens 2m² Grundfläche und mindestens 2m Höhe haben, je zusätzlicher Glider +10%, also zum Beispiel 2x1x2m.

Da die Kurzkopfgleitbeutler nachts sehr aktiv sind, brauchen sie auch viel Platz. Mit einem guten Band zum Halter und einem gefahrlosen Raum (Wohnzimmer) freuen sie sich sehr über abendlichen Auslauf.

Unsere Glider haben eine große Voliere, ein ganzes Zimmer und täglichen Auslauf. Wir können nur empfehlen ebenfalls viel Raum anzubieten.

Die Einrichtung:

Am Besten sind viele Klettermöglichkeiten aus natürlichen Materialien, wie beispielsweise Korkröhren (diese sind auch sehr gut gegen den Geruch), Sisal-Seile, Kokosnussschalen und Stoffbeutel. Beutel und Spielsachen aus Stoff dürfen nur aus "Antipilling Polarfleece"  sein, denn dieses hat eine besondere Oberfläche an der die Gefahr geringer ist, dass Suggis mit ihren Krallen hängenbleiben. 

Sehr gut eignen sich auch Naturäste, aber Achtung: keine Nadelhölzer, da diese Öle abgeben, die schädlich für die Lunge sind und kein Kirschholz, dieses soll für Glider giftige Stoffe enthalten. Sehr gut sind z.B.: Buche, Apfel, Birne, Haselnuss.

Logischerweise dürfen Futter- und Wasserschälchen nicht fehlen. Viele Halter nutzen sogenannte Futterboxen, das sind einfach putzbare Boxen mit einem Loch von mindestens 7cm an der Seite durch das die Glider hineinkönnen um in der Box an den Futterschalen zu essen. Dies erspart etwas Putzaufwand da manche Glider ansonsten Essen von der Schale mitnehmen und Reste in der Voliere verteilen.

Als Schlafplätze sind oben genannte hängende Stoffbeutel perfekt oder auch Baumhöhlen, diese gibt es Papageien-Nistkästen zu kaufen. Am Besten Mehrere in die Voliere stellen/hängen und darauf achten, dass sie relativ hoch angebracht sind, da dies am natürlichsten für Glider ist, sie schlafen normalerweise in Baumhöhlen.

Wir werden immer wieder gefragt, ob man Pflanzen in die Voliere stellen darf, man muss hier zwischen Kunstpflanzen und echten Pflanzen unterscheiden. Echte Pflanzen sind eher kritisch, es gibt nur eine handvoll geeignete Pflanzen, Hibiskusblüten beispielsweise dürfen sogar gern angeknabbert werden, Problematisch wird es allerdings bei einer ganzen Pflanze die Erde benötigt. Es ist umstritten, ob das Immunsystem von gezücheten Glidern mit den Mikroorganismen innerhalb der Erde klarkommt. Wir können nur empfehlen, lieber keine Risiken einzugehen. Eine gute Alternative sind deshalb Kunstpflanzen, sie sind dekorativ und bieten Kletter- und Spielmöglichkeiten, aber Achtung: Es gibt Suggis die Plasik annagen, diese sollten keine Sachen aus Plastik in die Voliere bekommen aufgrund der Verschluckungsgefahr. Ebenfalls sollte wie bei allem darauf geachtet werden, dass es keine spitzen Ecken oder scharfen Kanten gibt.

Der Bodengrund:

Viele benutzen Holz-Chips, diese dürfen allerdings nicht stauben oder aus Kirsche/Nadelhölzern bestehen. Der Vorteil ist, sie nehmen Gerüche gut auf, der Nachteil ist, es muss regelmäßig ausgetauscht werden.

Auch gern genutzt wird das bei oben beschriebene Antipilling Fleece als Decke auf dem Boden. Der Vorteil ist die Wiederverwendbarkeit nach dem einfachen Waschen, der Nachteil ist, dass es passieren kann, dass Suggis dies als Höhle verstehen und sich unter die Decke mogeln, dies kann gefährlich sein beim Betreten der Voliere.

Einige belassen es auch beim Holzboden (auch hier wieder die Holzart beachten!), dieser kann mit Terrarien-Epoxy versiegelt werden für ein besseres Reinigen. Der Vorteil besteht darin, dass es beim Putzen wenig aufwand ist, der Nachteil dass es zu Beginn aufwändig ist den Holzboden zu versiegeln, beim Umgang mit Terrarien-Epoxy ist auf einiges zu achten, z.B.: Sicherheitsmaßnahmen und die Zeit des Augasens.

Bei "sturzanfälligen" Sugar Glidern sollte diese Art von Boden nicht gewählt werden, es wäre möglich dass sie härter landen könnten.

Wichtig ist, dass auf keinen Fall Gitter am Boden der Voliere ist bzw. bleibt, wie bei kleineren Vogelkäfigen üblich. Aufgrund ihrer Kletterbegabung denkt man oft gar nicht daran, aber sie laufen, springen und hüpfen öfter auch auf dem Boden als man denkt.

Im Endeffekt sollte darauf geschaut werden, welche der oben genannten Möglichkeiten dem Halter und seinen Suggis individuell am Besten gefallen.

Besonders gut finden wir es wenn der Boden innerhalb der Voliere begehbar ist, so kann man sich auch mal in die Voliere zu seinen Schätzchen begeben. 

Unsere Voliere:

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